Planung & Entscheidungen

Sichtmaß, Einlegemaß und Druckmaß unterscheiden

Rahmenaußenkante, sichtbare Fläche und Druckformat sind nicht dasselbe. Die richtigen Maße verhindern verdeckte Texte und unpassende Ersatzgrafiken.

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Freistehender Textilspannrahmen mit grünem Farnmotiv neben einem weißen Messepodest.
KI-generiertes Gestaltungsbeispiel

AUF EINEN BLICK

Die wichtigsten Entscheidungen

01

Bekanntes System

Die passende technische Vorlage verwenden und Modell sowie Ausführung vor der Datenanlage eindeutig abgleichen.

02

Unbekannter Bestandsrahmen

Aufnahme, alte Grafik und Messpunkte dokumentieren, damit das Format aus dem tatsächlichen System abgeleitet werden kann.

03

Mehrere Rahmenmodelle

Getrennte Vorlagen führen, wenn sich Aufnahme, sichtbarer Bereich oder Randverarbeitung innerhalb des Bestands unterscheiden.

Ein Plakat kann exakt im bestellten Format gedruckt sein und trotzdem nicht richtig im Rahmen sitzen. Häufig wurden dabei unterschiedliche Maße miteinander verwechselt. Die äußere Rahmenkante beschreibt das System, das Einlegemaß die aufgenommene Grafik und das Sichtmaß den später erkennbaren Bereich. Je nach Produkt können weitere Zugaben hinzukommen. Wir klären deshalb vor der Gestaltung, welche Angabe vorliegt und welche technische Vorlage zum vorhandenen System gehört. Das ist besonders wichtig bei Ersatzgrafiken, älteren Rahmen und Produkten, deren Modellbezeichnung nicht mehr bekannt ist.

Maße mit einer Bezeichnung versehen

Schreiben Sie zu jeder Maßangabe, was genau gemessen wurde. Eine einzelne Zahl ohne Bezug kann Außenbreite, Ausschnitt oder Grafikformat bedeuten. Fotos mit markierten Messpunkten helfen, diese Unterschiede schon vor der Erstellung der Druckdaten verständlich zu machen.

Notieren Sie Breite und Höhe in derselben Einheit und mit klarer Orientierung. Bei mehreren Rahmen erhält jedes Modell eine eigene Kennzeichnung. Ähnlich aussehende Systeme müssen nicht identische Aufnahmen besitzen und sollten deshalb nicht ungeprüft zusammengefasst werden.

Die sichtbare Fläche gestalten

Wichtige Wörter, Logos und Bildteile orientieren sich am später sichtbaren Bereich. Rahmenprofile oder Systemeinzüge können Randzonen verdecken. Der Entwurf zeigt deshalb, welcher Teil der Grafik vollständig sichtbar bleibt und wo nur Hintergrund oder geeignete Bildreserve liegen sollte.

Ein bis zur Kante laufender Hintergrund kann anders behandelt werden als eine schmale Schriftzeile. Die benötigten Zugaben werden aus der konkreten Produktionsvorgabe übernommen. Allgemeine Randwerte für irgendein ähnliches System sind keine verlässliche Grundlage für eine passende Ersatzgrafik.

Das vorhandene System identifizieren

Hersteller, Modellbezeichnung und technische Unterlagen erleichtern den Abgleich. Wenn diese fehlen, helfen Fotos der geöffneten Aufnahme und eine vorhandene Grafik. Gemessen wird dann gezielt, statt das neue Motiv allein an der äußeren Rahmenkante auszurichten.

Bei Textilgrafiken gehört die Randkonfektion zur Formatfrage. Aufnahme, Profil und fertige Grafik werden gemeinsam betrachtet. Ein passendes Außenmaß sagt noch nicht, ob das Material mit seiner Verarbeitung in das vorhandene System eingesetzt werden kann und dort richtig sitzt.

Das freigegebene Format archivieren

Halten Sie das geprüfte Druckformat zusammen mit System und Vorlage fest. So muss die Maßfrage bei der nächsten Aktion nicht erneut aus einer E-Mail rekonstruiert werden. Die Freigabe sollte außerdem Orientierung, sichtbaren Bereich und zugehörige Grafikversion eindeutig benennen.

Wenn ein neuer Rahmen hinzukommt, wird dessen Aufnahme erneut abgeglichen. Dieselbe Handelsgröße ist keine sichere Bestätigung einer identischen Konstruktion. Besonders bei Serien aus verschiedenen Lieferungen lohnt eine kurze Bestandsliste, bevor sämtliche Ersatzmotive gemeinsam produziert werden.

VOM MOTIV ZUR FLÄCHE

FORMATE EINDEUTIG ANGEBEN

Was bei Ihrem Vorhaben zusammenkommt:

  1. Bekanntes System
  2. Unbekannter Bestandsrahmen
  3. Mehrere Rahmenmodelle

Schematische Gestaltungsidee · Ausführung nach Abstimmung

GUT VORBEREITET

Was ist bereits geklärt?

Markieren Sie vorhandene Angaben. Wir übernehmen Ihre Auswahl in die Anfrage. Offene Punkte klären wir gemeinsam.

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Häufige Fragen

Reicht die Bezeichnung A1 oder A0?

Sie hilft bei der Einordnung. Für eine passende Grafik werden die konkrete Aufnahme und der sichtbare Bereich des Systems geprüft.

Kann ich einfach die Außenkante messen?

Diese beschreibt zunächst das System. Das benötigte Grafikmaß kann davon abweichen und wird gesondert ermittelt.

Warum braucht ein Ersatzdruck dieselbe Randverarbeitung?

Weil die Aufnahme darauf abgestimmt sein kann. Maß und Verarbeitung müssen gemeinsam zum vorhandenen System passen.

Muss bei jedem Motiv neu gemessen werden?

Bei dokumentiertem, unverändertem System kann die geprüfte Vorlage weiterverwendet werden. Änderungen am Bestand werden vorher abgeglichen.

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