Analyse der Ausgangssituation
Zuerst hören wir zu, wie die Fläche heute genutzt wird. Wo sitzen Kollegen, die von jedem Gespräch mitbekommen, wo sind Wege, die durch die Zone führen, welche Möbel stehen schon und werden weiter gebraucht. Diese Beobachtungen bestimmen alles Weitere.
Anschließend betrachten wir die akustische Ausgangssituation zusammen mit den vorhandenen Flächen und der Nutzung. Geeignete Absorber können Reflexionen beeinflussen. Ihre Auswahl und Position werden aus dem Gesamtaufbau des Raums entwickelt; sie besitzen keine pauschale lokale Reichweite rund um einen Tisch.
Wandgestaltung als ruhiger Rücken
Eine gestaltete Wand macht die Zone erkennbar, ohne sie räumlich zu trennen. Wir arbeiten mit einer ruhigen Farbfläche oder einem großflächigen, zurückhaltenden Motiv, das aus der Ferne als Bereichszeichen wirkt und beim Nähertreten Details preisgibt und Freude bereitet.
Diese Wand wird zum Bezugspunkt für die Besprechungsmöbel. Tische und Stühle richten sich zu ihr aus, statt in den Raum zu schauen, und Kollegen erkennen aus einiger Entfernung, dass hier geredet und nicht gestört werden möchte.
Akustikbilder mit Bezug zum Bereich
Akustikbilder kommen infrage, wenn ein geeigneter Absorberaufbau zur Raumplanung passt. Materialdaten, vorhandene Flächen und gewünschte Nutzung werden zusammen betrachtet. Motive stimmen wir auf die Wandgestaltung ab, damit funktionale Anforderungen und das sichtbare Erscheinungsbild gemeinsam entwickelt werden.
Wir klären vor der Auswahl, welche Aufgabe die Absorber übernehmen sollen und welche Grenzen bestehen. Eine veränderte Raumabsorption ersetzt keine geschlossene Trennung. Für anspruchsvolle akustische Anforderungen kann eine zusätzliche Fachplanung nötig sein, bevor Anzahl und Position der Elemente verbindlich festgelegt werden.
Glasflächen mit Dekorfolie
Wenn sich in der Nähe Glasflächen befinden, prüfen wir eine Dekorfolie mit ruhigem Muster. Sie strukturiert die Fläche visuell, verhindert direktes Anstarren und trennt die Besprechungszone erkennbar vom offenen Bürobereich dahinter. Der Effekt entsteht schon mit einem einfachen Streifen.
Die Folie wird an die Gestaltung der Wand angepasst, damit Farbe und Formen zusammen wirken. So entsteht eine gefasste Zone, ohne dass Wände gebaut oder Möbel groß versetzt werden müssen, was in vielen bestehenden Büros ohnehin nicht ohne Weiteres möglich wäre.