Aufnahme des bestehenden Empfangs
Wir starten mit einer nüchternen Bestandsaufnahme. Welche Schilder hängen, welche Zettel sind aktuell, welche Aushänge stehen im Widerspruch zueinander. Alles kommt auf einen Tisch, damit klar wird, was in Wirklichkeit im Umlauf ist. Diese Ehrlichkeit ist die Grundlage für alles Weitere.
Anschließend sortieren wir die Informationen nach Zielgruppe. Besucher zum Termin brauchen andere Hinweise als Zusteller oder externe Handwerker. Aus dieser Trennung ergibt sich, welche Aussagen wo im Empfangsbereich sichtbar werden sollen und welche entfallen können. So entsteht die Struktur ganz von selbst.
Wand hinter dem Tresen
Die Fläche hinter dem Empfangstresen prägt den ersten Eindruck. Wir gestalten sie ruhig und mit klarem Bezug zur Marke, ohne die Fläche mit Details zu überfrachten. Der Firmenname und ein Motiv reichen meist aus. Details wandern an andere Stellen.
Wechselnde Aussagen wie aktuelle Aktionen oder Veranstaltungen bekommen einen eigenen, kleineren Platz. So wirkt die Wand langfristig ruhig, während der Empfang trotzdem auf tagesaktuelle Themen reagieren kann, ohne jedes Mal umgebaut zu werden. Diese Aufteilung erspart wiederkehrende Diskussionen.
Wegweiser vom Empfang ins Haus
Direkt hinter dem Empfang beginnt die Orientierung im Haus. Wir prüfen, welche Ziele häufiger gesucht werden, und richten die ersten Wegweiser danach aus. Zu volle Schilder verwirren mehr, als sie helfen, gerade beim ersten Besuch. Wenige klare Angaben schlagen viele detaillierte Zeilen.
Wenn das Haus mehrere Etagen oder Trakte hat, arbeiten wir mit einem einheitlichen System aus Symbolen, Farben oder Zonen. Wichtig ist, dass dieselbe Logik am Empfang, am Aufzug und an den Fluren funktioniert und Besucher nicht zwischen verschiedenen Sprachen wechseln müssen.
Türen und Räume am Ziel
Am Ende der Wegleitung stehen Türen. Türschilder mit Raumnummer und Funktion helfen Besuchern, den Eindruck zu bestätigen, richtig zu sein. Wechselschilder mit Namen sind sinnvoll dort, wo Zuständigkeiten sich häufiger ändern. So bleibt die Beschilderung aktuell, ohne dass jedes Mal neu produziert werden muss.
Wir stimmen Türschilder auf das Wandsystem hinter dem Empfang ab, damit der Auftritt vom Ankommen bis zur Tür des Termins wie eine zusammenhängende Erzählung wirkt. So wird der Empfang tatsächlich als Anfang wahrgenommen und nicht als isolierte Insel.