01 / IM DETAIL

Sichtbare Seiten vollständig erfassen

Fotografieren Sie das Möbel aus den typischen Blickrichtungen und zusätzlich im geöffneten Zustand. Front, Stirnseite und Innenkante können unterschiedlich sichtbar sein. Eine reine Frontalaufnahme lässt diese Details häufig offen und führt zu einer unvollständigen Vorstellung des gewünschten Umfangs.

Markieren Sie, welche Flächen tatsächlich einbezogen werden sollen. Besonders bei Empfangstresen können Besucher seitlich oder von unten auf Übergänge schauen. Diese Blickpunkte helfen, sichtbare Abschlüsse früh zu besprechen und die Materialwirkung nicht nur auf der Hauptfläche zu beurteilen.

02 / IM DETAIL

Geometrie und Untergrund unterscheiden

Eine gerade Plattenkante stellt eine andere Aufgabe als eine profilierte Front oder eine enge Rundung. Hinzu kommen Zustand und Beschichtung des Untergrunds. Die Folie wird deshalb nicht allein anhand eines gewünschten Holztons oder einer passenden Farbe ausgewählt.

Beschädigte Kanten, lose Beschichtungen und aufgequollene Bereiche gehören in die Bestandsaufnahme. Eine neue Oberfläche ersetzt keine notwendige Instandsetzung. Vorarbeiten werden als eigener Umfang geklärt, damit spätere Anschlüsse auf einer geeigneten Grundlage geplant werden können und nicht ungeprüfte Schäden überdecken.

03 / IM DETAIL

Anschlüsse bewusst gestalten

Griffe, Scharniere und angrenzende Abdeckungen können die Ausführung beeinflussen. Klären Sie, welche Teile zugänglich sind und gegebenenfalls separat behandelt werden. Der sichtbare Übergang wird in Zusammenhang mit Bauteilform und Material geplant, nicht erst während der letzten Bearbeitung entschieden.

Bei Holz- oder Strukturoptiken gehört die Richtung des Dekors dazu. Nebeneinanderliegende Fronten können eine gemeinsame Orientierung erhalten. Gleichzeitig müssen Zuschnitte und Bauteilwechsel sinnvoll bleiben, damit ein gewünschter Verlauf nicht unbemerkt durch unterschiedliche Drehrichtungen einzelner Flächen gestört wird.

04 / IM DETAIL

Nutzung und Übergabe einbeziehen

Beschreiben Sie, wo das Möbel häufig berührt, gereinigt oder mit Gegenständen belastet wird. Eine stark beanspruchte Arbeitskante wird anders beurteilt als eine selten berührte Seitenwand. Diese Angaben helfen, den Aufbau für die tatsächliche Nutzung und Pflege abzustimmen.

Die Freigabe sollte die einbezogenen Seiten und sichtbaren Abschlüsse festhalten. Bei der Übergabe werden passende Pflegehinweise dem verwendeten Material zugeordnet. So weiß das betreuende Team, welche Flächen neu ausgeführt wurden und welche Details weiterhin zum vorhandenen Möbel gehören.