Die Leuchtfläche als Ganzes betrachten
Das Textil ist ein Bestandteil des Leuchtsystems. Die Lichtverteilung hinter dem Stoff und die Tiefe des Rahmens beeinflussen den Gesamteindruck. Für einen Grafikwechsel benötigen wir deshalb Angaben zum vorhandenen System und nicht ausschließlich die Außenmaße der sichtbaren Wand.
Ein gewünschter heller Eindruck lässt sich nicht allein über eine hellere Bilddatei herstellen. Wir prüfen, welches Motiv auf der vorhandenen Konstruktion funktionieren soll. Besonders große Farbflächen, dunkle Hintergründe und feine Übergänge werden im Zusammenhang mit der Beleuchtung betrachtet.
Farben im richtigen Zustand beurteilen
Ein beleuchtetes Motiv kann anders aussehen als derselbe Druck ohne eingeschaltetes Licht. Für wichtige Markenfarben wird deshalb festgelegt, welcher Zustand maßgeblich ist. Die Abstimmung kann anhand einer geeigneten Probe und des vorgesehenen Leuchtsystems erfolgen, statt nur über Bildschirmansichten.
Bei mehreren benachbarten Flächen sollen die Grafiken als zusammengehöriger Auftritt wirken. Wir stimmen Motive, Übergänge und helle Zonen gemeinsam ab. Unterschiedliche vorhandene Rahmen können dabei unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen, die vor einem flächendeckenden Austausch erfasst werden sollten.
Keder und Sichtmaß eindeutig zuordnen
Der Stoff muss in die vorgesehene Aufnahme passen. Dafür werden Kederart, Anschluss und benötigte Fertigmaße systembezogen festgelegt. Eine ähnliche Profilansicht reicht nicht immer aus, um ein vorhandenes System zuverlässig zu identifizieren oder die richtigen Zugaben abzuleiten.
Wichtige Motivelemente halten Abstand zum später verdeckten Rand. Bei mehrteiligen Wänden wird außerdem bestimmt, wo Bildanschlüsse liegen. Die Druckfreigabe zeigt die sichtbare Gestaltung, während die Fertigungsdaten auch die technisch benötigten Randbereiche nachvollziehbar enthalten.
Grafiken wechseln und zuordnen
Für wiederkehrende Messen lohnt eine klare Bezeichnung jeder Grafik. Rückseite, Position am Stand und zugehöriger Rahmen werden dokumentiert. Das erleichtert den Aufbau und verhindert, dass ähnlich große Textilien an den falschen Stellen mit unnötiger Spannung eingesetzt werden.
Beim Austausch betrachten wir auch den Zustand des vorhandenen Rahmens und der Beleuchtung. Eine neue Grafik beseitigt keine beschädigten Anschlüsse oder ungleichmäßige Lichtquelle. Reinigung, Verpackung und Lagerung werden nach den Hinweisen für die ausgewählte Textilausführung organisiert.